Wer liest schon gerne Lebensläufe? Trifft sich gut, ich habe an dieser Stelle auch gar nicht vor, einen zu schreiben.

Es gibt reichlich Dinge, die ich wesentlich lieber mache, als Lebensläufe zu schreiben. Mit den Händen in der Erde wühlen, mit Stricknadeln klappern, den Himmel betrachten, Himbeeren essen, Tiere beobachten, die Stille des Waldes genießen, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen.

Ich liebe außerdem alte Bücher. Es gibt so viele Menschen, die bereits so unglaublich viele spannenden Dinge beobachtet, gelernt, ausprobiert und niedergeschrieben haben. Da hätte ich gerne mehrere Leben, um genug Zeit zu haben, all diese Bücher zu lesen. Na gut, zumindest einen Teil davon.

Alle Menschen, die ich bisher getroffen habe, hatten das gleiche, lästige Problem. Das Leben ist einfach zu kurz! Und es wird leider dabei bleiben, dass wir alle jeweils nur ein Leben zur Verfügung haben. Was ich jedoch gerne mache ist, mein Wissen mit anderen zu teilen. Seit 2012 darf ich das als Naturpädagogin auch beruflich tun.

Gelernt habe ich aber nicht nur aus Büchern, sondern ebenso aus eigenen Erfahrungen. Wenn wir mit offenen Sinnen durch die Welt gehen, gibt es so vieles zu entdecken. Beobachten und ausprobieren lautet die Devise. Ebenso durfte ich von vielen tollen Menschen lernen: in meiner Kindheit, während meines Biologie-Studiums, meiner Ausbildung zur Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogin bei der Naturschule Freiburg und in vielen Begegnungen des Alltags.
Ich bleibe weiter neugierig und bilde mich aktuell zum PilzCoach weiter.
[Edit: Geschafft! Seit dem 12.7.2015 darf ich ganz offiziell den Titel „PilzCoach“ von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie tragen.]

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Herzlichen Dank an Lena Noller für das Foto.

Der Artikel ist auch in französischer Sprache verfügbar.