Diesen Sommer habe ich viele Küchen und Wildkräuter gesammelt und getrocknet. Die kleinen Sträußchen, die bei uns überall herumhingen, sind bei der Hitze besonders schnell getrocknet. Eine besondere Freude ist es immer, die frischgetrocknete Kräuterernte des Sommers gleich weiterzuverarbeiten. Eine wunderbare Möglichkeit ist das herstellen eines Kräutersalzes. (Kräutersalz lässt sich aber natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit mit getrockneten Kräutern herstellen.)

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Hier kommt nun also mein „Rezept“ oder vielmehr meine „Anleitung“ für Kräutersalz.

In einem Mörser werden grobes Meersalz und die Kräuter vermischt. Mit dem Pistill wird die Mischung zerrieben. Ich schütte die Mischung durch ein feines Sieb (das ich sonst zum Abtropfen von Reis verwende) in eine Schüssel. Der Teil, der durch das Sieb rieselt ist nun schon fertig. Den Rest (große Salzkörner und Kräuterstücke) gebe ich zurück in den Mörser. So füge ich nach und nach Salz und Kräuter hinzu.

Wichtiger Tipp: Der Mörser sollte nicht zu voll sein. Mehr als auf dem untenstehenden Bild sollte es nicht sein. Es geht deutlich schneller, wenn nur wenig auf ein Mal gemörsert wird.

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Für mein mediterranes Lieblingssalz verwende ich
Oregano,
Salbei,
Rosmarin und
Thymian.

Aber es sind so viele Variationen möglich. Fügt einfach nach und nach verschiedene Kräuter hinzu, bis euch der Geruch, der beim Mörsern aufsteigt, zusagt. Ihr werdet sehen, das macht Spaß und Appetit!

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Und warum nicht mal ein Wildkräutersalz ausprobieren? Schafgarbe (Achillea millefolium) oder Bärwurz (Meum athamanticum) beispielsweise geben dem Salz einen tollen Geschmack.

Der Artikel ist auch in französischer Sprache verfügbar.