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Islandschafe gelangten mit den Wikinger auf die gleichnamige Insel. Sie sind sehr robust und an das karges Land und das raue Klima angepasst.

Tiere genießen von Frühjahr bis Herbst ihre Freiheit. Das heißt aber auch, dass sie für sich selbst sorgen müssen und anderen Gefahren ausgesetzt sind als Schafe, die mit einem Hirten in einer großen Herde umher ziehen. Islandschafe haben einen weniger ausgeprägten Herdentrieb als andere Schafrassen und sind sehr eigenständig. Die Mutterschafe sind oft mit ihrem Nachwuchs alleine unterwegs. Gelegentlich tun sich auch mehrere dieser „Kleinfamilien“ zusammen.

Im Herbst, meist im September, findet alljährlich die „Réttir“ statt. Dieses Großereignis entspricht unserem Almabtreib. Dabei werden gemeinschaftlich alle Schafe eines Bezirks ins Tal getrieben. Erst im Tal werden die Tiere in eigens dafür konstruierten Gehegen auf die unterschiedlichen Besitzer aufgeteilt.

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Das Islandschaf wurde nicht auf eine bestimmte Fellfarbe hin gezüchtet. Neben Tieren mit weißem Fell findet man daher auch oft graue, schwarze, braune oder zweifarbige Tiere. Verspinnt man die mehrfarbige Wolle, so entsteht ein meliertes Garn. Das selbstgesponnene Garn, das unten ein Mal auf der Haspel und ein mal im Detail zu sehen ist wurde aus der Wolle von Islandschafen hergestellt.

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Am 29.8.2015 können Kinder beim Natur- und Tiererlebnishof Opfingen e.V. erleben und ausprobieren, wie die Wolle von Schafen verarbeitet wird und mit den Schafen des Hofes auf Tuchfühlung gehen. Nähere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es hier.

Der Artikel ist auch in französischer Sprache verfügbar.